10DSC03237Am 18.09.2016 wurde in einem ökumenischen Gottesdienst die Gedenkstele im Wetzlarer Dom eingeweiht.

 

 

 

Nachdem bereits in den drei katholischen Kirchen der Stadt Stelen zum Totengedenken errichtet wurden, erhielt nun auch der Dom eine solche.

Die Pfarrer Peter Kollas (kath.) und Björn Heymer (ev.) betonten, dass die Stele im Dom als ein weiteres äußeres Zeichen der Ökumene verstanden wird.

Der Gestalter und Erbauer der Stele, Georg Schiller, erläuterte das künstlerische Konzept der Einheit von Form und Funktion sowie den Aufbau: Die Gedenkstele besteht aus vier 7-eckigen Säulen mit einer gemeinsamen aufsteigenden Linie.

Tod ist heute oft versteckt und anonymisiert, mit der Gedenkstele sollen die Verstorbenen beider Gemeinden als Teil der Gemeinschaft sichtbar bleiben. Sie werden mit ihrem Geburts- und Todestag auf einem Täfelchen, eingebettet in ein Kreuz, verzeichnet. Dabei nimmt das Täfelchen die Stelle eines Kreuz-Elementes ein, zum Zeichen für die Leerstelle, die der Tod gerissen hat.

Nach Ablauf eines Jahres wird das Kreuz mit dem Namenstäfelchen an die Angehörigen übergeben.

Im Gottesdienst wurde einmal mehr das ökumenische Evangeliar zur Verkündigung des Evangeliums verwendet - ein Buch, das von 200 verschiedenen Personen handschriftlich anlässlich des Hessentages 2012 kapitelweise abwechselnd aus Luther-Text und kath. Einheitsübersetzung besteht.

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