Es geht um das "Reich Gottes"
in diesen ersten Wochen nach der Weihnachtszeit geht es (…wie eigentlich irgendwie immer…) um das „Reich Gottes“ – an diesen beiden Sonntagen im Evangelium nach Matthäus „Himmelreich“ genannt.
Und wieder habe ich zwei eindrucksvolle Bilder ausgesucht - es sind alte Heiligenstatuen aus dem 15./16. Jahrhundert, die in die heutige Zeit gestellt wurden: Die Hl. Katharina (in der Fotomontage als die 24-Stunden-Pflegerin Katarzyna) und die Hl. Margaretha (als Margret, die in der Intensivmedizin arbeitet). Die erste hat drei Kinder in Polen bei der Großmutter, und besucht sie nur alle vier Wochen, weil sie bei uns Geld verdienen muss mit der Betreuung des dementen alten Herrn im Rollstuhl. Die andere arbeitet zwar weniger Stunden am Tag, dafür aber in der Klinik mit mehr Stress für Körper und Seele. Beide Frauen stehen für so viele, die sich um kranke Menschen kümmern - auch bei uns in Wetzlar in Wohnungen und dem Krankenhaus, die meisten sicher mit viel Herz bei der Arbeit. Ich stelle sie gerne als Alltagsheilige vor, die sich für das Reich Gottes einsetzen, über das wir an den beiden Sonntagen erfahren:
Auch wir sind von Jesus gerufen, sein Licht zu bringen und zu heilen. Ich möchte uns alle ermuntern, in den bevorstehenden Gottesdiensten die Stärkung zu bekommen, uns einzusetzen für Gottes Reich – so wie die beiden heiligen Frauen, die als Namenspatrone zwei beliebte Nothelferinnen haben: Wir mögen in den Menschen, um die wir uns kümmern, Seliggepriesene erkennen - und ein heiliges Leben anstreben, wenn wir es den Vorbildern nachmachen. Bitte nehmen Sie die vielen mit in Ihr Gebet, die auf Hilfe angewiesen sind und auch diejenigen, die Hilfe leisten!
Mit herzlichem Dank und vielen Grüßen
Pfr. Christian Enke – Klinikseelsorger
B: Andrea del Verrocchio / Leonardo da Vinci, CC BY-SA 4.0, Wikimedia