… denn einerseits haben wir Schönheit gesehen, die mit Worten nicht zu fassen ist, andererseits Schrecken der Vergangenheit, die einem die Sprache verschlagen.

In Abu Gosch erinnert man sich an die Erzählung von der Begegnung des Auferstandenen mit den Jüngern in Emmaus. Französische Benediktiner haben rund um eine alte Kreuzfahrerkirche ein Parkgelände errichtet, dass voller Leben und Schönheit ist. Die Kirche ist ein schlichter romanischer Bau, mit blassen Bilder aus dem 12. Jahrhundert. Wir singen in der wunderbaren Akustik der Kirche und nähern uns der Emmausperikope mit der Bibelteilenmethode. Die Jünger brauchten mehr als erklärende Worte, erst als sie Jesus mit den Händen (be-)griffen, anfassten, wurde ihr Glaube und ihr Sehen groß.

Jetzt habe ich mit dürren Worten versucht zu erklären, was wir erlebt haben. Schaut Euch Georgs Bilder an, dann werdet ihr verstehen.

Der Weg führte uns dann nach Yad Vaschem, der Holocaustgedenkstätte. Hier fehlen mir die Worte. Nur soviel, in einer Gedenkanlage wird der untergegangenen jüdischen Gemeinden Europas gedacht. Die Zahl ist unfassbar. Tatsächlich finden sich viele Orte, in denen ich gelebt und gearbeitet habe. Auch viele Orte, in denen die Pilger unserer Tour sich oft aufhalten.

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Welch ein Segen, dass die Versöhnung mit den ehemaligen Opfern gelungen ist. Der Auftrag kann nur lauten, jeder Fremdenfeindlichkeit und jedem Rassismus zu trotzen.

Ab 4 Uhr war wieder Zeit für einen Gang durch Jerusalem. Zeit Abschied zu nehmen. Wir waren auf dem Ölberg und konnten ein Nachtfoto aufnehmen.

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Morgen früh um 6 Uhr geht es in die Grabeskirche zur Messe. Wir hoffen, die Kirche einigermaßen leer vorzufinden.

Schalom und Salem