Wir sind gut gelandet. Voller Dankbarkeit blicken wir auf die vergangenen Tage zurück.

Umso trauriger macht der Blick in die Nachrichten, dass es wieder einen Schusswechsel mit tödlichem Ausgang gegeben hat. Der Tempelberg wurde komplett abgeriegelt, am Sonntag waren wir noch dort.

Es scheint, dass es keine Einigung, keinen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern geben kann, zu verfahren ist die Situation. Wer macht den ersten Schritt?

Junge, israelische Soldaten - mit MPs - in kleinen Gruppen durch Jaffa laufen zu sehen, wo wir heute morgen noch waren, macht mir ein unbehagliches Gefühl. Sie sind so jung, 18, 19 Jahre...

In der Petrus-Kirche in Jaffa hielten wir unseren Abschlussgottesdienst. Eine Schale reichten wir herum, die wir mit guten Gedanken füllten. Am Ende des Gottesdienstes segneten wir uns mit Wasser aus dem uralten Jakobsbrunnen.

Allein waren wir in der Kirche nicht, Touristen schauten herein und die nächste Gruppe stand uns auf den Fersen, trotzdem war es ein guter Abschluss unserer Reise. Wie Norbert sagte: "Wenn noch im Stundentakt gebetet wird, ist ja alles Ordnung."

Am Morgen konnten wir während der Busfahrt noch einmal die eindrucksvolle Landschaft geniessen, unser Busfahrer hatte extra die landschaftlich schönere Strecke gewählt.

Es bleiben viele, viele schöne Erinnerungen an ein besonderes Land, an eine gute Gemeinschaft und viele dichte Glaubensmomente.

Beten für den Frieden und für Versöhnung bleibt ein besonderes Anliegen unserer Gruppe.

Mechthild Komesker