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Katholische Pfarrei
Unsere Liebe Frau Wetzlar

IMG 5391aNach über 23 Jahren als Seelsorger in unserer Pfarrei und Ansprechpartner für die Sankt-Markus-Gemeinde wurde am Sonntag, 14.03.2021, Diakon Janusz Sojka in den Ruhestand verabschiedet.

„Abschied, eigentlich ein trauriges Ereignis, aber Janusz bleibt ja in Dalheim wohnen und wird uns als „freier Mitarbeiter“ in der Seelsorge erhalten bleiben“, betonte Pfarrer Peter Hofacker, der den feierlichen Gottesdienst leitete.

Es bestand zwar die Möglichkeit, dem beliebten Seelsorger persönlich „Lebewohl“ zu sagen und ihm für sein Engagement zu danken, bedingt durch die Corona-Vorschriften konnten aber leider nicht alle Gemeindemitglieder, die die dies tun wollten, an dem Gottesdienst teilnehmen.

Janusz Sojka kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken, denn bevor ihm Bischof Franz Kamphaus 1998 die Dalheimer Kirchengemeinde übertrug, war er mit seiner Familie für neun Jahre in Brasilien, um in Plataforma, einer armen Vorstadtpfarrei der Stadt Salvador im Nordosten des Landes, als Seelsorger und Entwicklungshelfer zu arbeiten. Im Rahmen eines Partnerschaftsprojektes des Katholischen Kirchenbezirks Wetzlar, der die Arbeit mit rund 500.000 Mark finanzierte, leistete der Theologe und gelernte Handwerker in der Region wertvolle Entwicklungsarbeit in den Bereichen der Ausbildung und Seelsorge, während seine Ehefrau Lourdes in der Familienbetreuung tätig war. Hier wurde er auch im Jahr 1996 zum Diakon geweiht - eine bewegte Zeit, auf die er immer wieder zu sprechen kommt.

„Danke für deine Seelsorge in unserer Gemeinde, du hattest besonders die jungen Menschen im Blick“, betonte die Sprecherin des Ortsausschusses, Gerlinde Gehrs, die dabei auf die Dokumentation in einer umfangreichen Bildersammlung verwies.

Pastoralreferent Joachim Schaefer überbrachte die Grüße der Kolleginnen und Kollegen in musikalischer und teilweise gereimter Form, wobei er auf die vielfältigen Aktivitäten von Janusz Sojka verwies. Er sei ein lebensfroher und musikalischer Mensch, der in der Gemeinde viel bewegt habe. Dazu gehöre neben der Ökumene und der Belebung des Jugendkreuzweges auch seine ideenreiche Gemeindearbeit.

„Du warst nicht nur Seelsorger und Bezugsperson, du warst auch das Gesicht von Kirche vor Ort“, betonte der bischöfliche Beauftragte für die Diakone im Bistum Limburg, Hans-Jürgen Braun. Der Gast aus Limburg übereichte ein persönliches Schreiben von Bischof Dr. Georg Bätzing, in dem er Janusz Sojka für seine Tätigkeit im Dienst der Kirche herzlich dankte.

Zum Abschluss bedankte sich der scheidende Diakon für die Grußworte und stellte der Gemeinde mit der Pastoralreferentin Ann-Kathrin Eckert die neue Ansprechpartnerin für Sankt Markus vor. Dabei überreichte er ihr im Namen der Gemeinde einen großen Schlüssel. „Möge er dir die Herzen der Menschen und die Kirchenräume öffnen“.

Bericht/Fotos: Werner Volkmar