Spuren der Auferstehung in unserem Leben suchen
in der Zeit jetzt so kurz nach Ostern sind wir eingeladen in unserem eigenen Leben nach den Spuren der Auferstehung zu suchen. Oft suchen wir nach Christus in den großen, spektakulären Momenten, doch die Erfahrung zeigt, dass Jesus oft in den stillen und unerwarteten Augenblicken unseres Lebens zu uns spricht.
Im Alltag, der oft von Sorgen, Enttäuschungen und der Hektik geprägt ist, fällt es uns manchmal schwer, die Gegenwart des Auferstandenen zu erkennen. Wie die Emmaus-Jünger, die den Auferstandenen anfangs nicht erkannten, so sind auch wir manchmal so von unseren eigenen Gedanken und Sorgen eingenommen, dass wir übersehen, wie Gott in unserem Leben wirkt. Es fehlt uns vor lauter Geschäftigkeit die Sensibilität und der Raum für Christus. Da sind die Kinder vom Sportverein abzuholen, noch schnell den Einkauf erledigen und der nächste Geburtstag ist auch noch vorzubereiten. Oft wirft uns da erst ein unerwartetes Ereignis aus der Bahn und rüttelt uns wach. Manchmal erwischen wir uns vielleicht bei der Frage: Wo ist Jesus denn, wenn man ihn mal braucht?
Doch er geht mit uns, auch wenn wir ihn nicht sofort erkennen. Vielleicht begegnet er uns im Lächeln eines Fremden, im vertrauten Gespräch mit einem Freund, in der Stille eines Gebets oder in der Schönheit der Natur. Und wie die Jünger am See, die nach einer ganzen Nacht ohne Erfolg zurückkehrten und Jesus erst durch die Fülle des Fangs erkannten, so geht es auch uns oft. Wir sind auf der Suche nach Sinn, nach Erfüllung, nach Erfolg – und manchmal scheint alles vergeblich. Doch der Auferstandene ruft uns zu: "Werft das Netz aus!" Vielleicht ist es ein Schritt des Vertrauens, ein Moment des Innehaltens, eine neue Perspektive, die uns zeigt, dass er immer da ist und uns nicht allein lässt. Der Herr fordert uns auf, innezuhalten, auf ihn zu hören und uns zu fragen: Wo ist Jesus in meinem Leben? Wo begegnet er mir.
In jedem Moment, in dem wir auf ihn vertrauen, öffnen sich neue Türen und Perspektiven. Wir müssen ihn nur auch bei allem Stress des Alltags die Chance geben Teil unseres Lebens sein zu dürfen. Soll dieses Vertrauen in die Gegenwart Jesu unser Leben prägen und uns helfen, die kleinen und großen Wunder im Alltag zu erkennen und in der Gemeinschaft mit ihm immer mehr zum Licht der Welt zu werden.
Ich wünsche Ihnen eine segensreiche Woche mit offenen Augen für die kleinen Begegnungen unseres Alltags.
Herzlichst Ihre Kristin Hofmann
B: Alexander Link in: Pfarrbriefservice.de