Inhalte der Pfarrversammlung am 18.10.2026

Ergebnisse der Befragung zur neuen Gottesdienstordnung, | Das Haushalts-Sicherungs-Konzept des Bistums | Stand des KIS-Projektes

Die Ergebnisse im Detail

Wie feiern wir künftig Gottesdienst?

Pfarrgemeinderat wertet Befragung aus und blickt nach vorn

280 Menschen haben sich an der Befragung zur neuen Gottesdienstordnung beteiligt. Die Ergebnisse zeigen: Vieles funktioniert bereits gut. Zugleich gibt es Wünsche nach Verbesserungen, mehr Information und neuen Gottesdienstangeboten.
Wie sollen die Gottesdienste in unserer Pfarrei künftig gestaltet werden? Welche Zeiten und Kirchorte sind gut erreichbar? Und welche besonderen Gottesdienstangebote kennen die Gemeindemitglieder überhaupt? Mit diesen Fragen hat sich der Pfarrgemeinderat beschäftigt.

Für die Advents- und Weihnachtszeit sowie die Fasten- und Osterzeit gibt es bereits eine neue Gottesdienstordnung. Von den Sommerferien bis zu den Herbstferien 2026 wurde eine neue Sonntagsordnung erprobt. Ziel war, Erfahrungen für eine endgültige Änderung der Gottesdienstordnung zu sammeln, die voraussichtlich 2027 in Kraft tritt.
Um diese Erfahrungen einzusammeln, wurde an den letzten beiden Septemberwochenenden ein Fragebogen in den Gottesdiensten verteilt. Anschließend bestand zusätzlich die Möglichkeit, digital an der Befragung teilzunehmen. Insgesamt machten 280 Personen mit und brachten ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Wünsche ein. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Befragung wurden bei der Pfarrversammlung am 18.10.2026 vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Eine neue Gottesdienstordnung für die Zukunft

Die Pfarrei steht vor der Aufgabe, ihre Gottesdienstordnung an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Dazu gehören die geringere Zahl an Priestern (ab Sommer 2027) und Organisten sowie rückläufige Gottesdienstbesucherzahlen. Gleichzeitig sollen die pastoralen Schwerpunkte der Pfarrei gestärkt werden.
Bereits 2024 hatten sich Gemeindemitglieder mehr Qualität und Gemeinschaft, besonders an den Festtagen, sowie eine größere musikalische Vielfalt gewünscht. Diese Anliegen werden hiermit aufgegriffen und zugleich Raum für neue Formen des Feierns geschaffen. Die Ordnung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Gute Erfahrungen mit der Erprobungsphase

Die Rückmeldungen zur bisherigen Erprobungsphase fielen überwiegend positiv aus: 96 Prozent der Befragten konnten einen Gottesdienst besuchen, wenn sie es zeitlich wollten. 83 Prozent konnten auch einen anderen Kirchort erreichen, wenn an ihrem gewohnten Kirchort kein Gottesdienst stattfand.
Konnten Sie einen Gottesdienst besuchen wenn Sie es zeitlich wollten

Allerdings sind auch viele Gottesdienstbesucher*innen ihrem Kirchort verbunden. Knapp 30% blieben zu Hause, wenn es vor Ort keinen Gottesdienst gab.
Als an meinem Kirchort kein Gottesdienst angeboten wurde

Gleichzeitig zeigen die Antworten, dass der Weg zu anderen Kirchorten nicht für alle ohne weiteres möglich ist. So berichteten 21 Prozent von Parkplatzproblemen, vor allem am Dom und teilweise in St. Bonifatius. Fünf Prozent gaben an, einen Mitfahrdienst zu benötigen. Etwa die Hälfte der Befragten hatte während der Erprobungsphase einen Kirchort besucht, den sie sonst nicht regelmäßig aufsuchen.

Diese Erfahrungen sind wichtig: Es geht ja nicht allein um die zeitlich/organisatorische Planung, sondern auch darum, die Erreichbarkeit für möglichst viele sicherzustellen.

Ostern 2026: Musik, Atmosphäre und Gemeinschaft überzeugen

Besonders positiv waren die Rückmeldungen zu den Ostergottesdiensten 2026. Sie waren gut besucht und gut bewertet. Häufig gelobt wurden die Musik, die Zusammenarbeit der Chöre, die feierliche Atmosphäre und die Gestaltung der Osternacht. Auch ein erkennbarer roter Faden, der die verschiedenen Gottesdienste miteinander verband, wurde als gelungen wahrgenommen.
Als konkrete Verbesserungsvorschläge wurden unter anderem Schwierigkeiten mit der Akustik, die Dauer einzelner Gottesdienste und offene Fragen zum Ablauf der Kreuzverehrung genannt. Auch bei der Osternacht gab es Hinweise zu Sitzplätzen, Toiletten und zur Organisation rund um das Osterfeuer.

Einige Hinweise mündeten bereits konkret in Verbesserungen. Dazu gehören klarere Absprachen und Regieanweisungen für die Mitwirkenden sowie Überlegungen zur zeitlichen Gestaltung. Die Erfahrungen von Ostern sollen auch für kommende Festtage genutzt werden.

Obwohl der Mitfahrdienst an Weihnachten 2025 und Ostern 2026 angeboten wurde, wusste die Mehrheit der Befragten nichts davon. Hier braucht es eine bessere Information, damit Menschen, die Unterstützung bei der Anfahrt benötigen, das Angebot kennen und es auch wahrnehmen können..

Besondere Gottesdienstangebote bekannter machen

Die Befragung hat deutlich gemacht, dass die Pfarrei eine größere Vielfalt an Gottesdiensten anbietet, als vielen Gemeindemitgliedern bekannt ist. Nur etwa ein Drittel der Befragten kennt die besonderen Gottesdienstangebote. Zugleich äußerten Menschen bei verschiedenen Angeboten den Wunsch, mehr darüber zu erfahren.
Dazu gehören beispielsweise die Gottesdienste mit Liedern aus dem Jungen Gotteslob (JuGoLo), die jeden ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr in St. Markus stattfinden. Teilweise werden sie durch einen Kinderwortgottesdienst und ein gemeinsames Suppenessen ergänzt. Auch die Wortgottesdienste besonders für Eltern und Kinder, die am dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr in St. Bonifatius angeboten werden, sind noch wenig bekannt.
Zu den besonders häufig besuchten Angeboten zählen die Lichtvesper und Orchestermessen im Dom, ökumenische Gottesdienste, Jahresschlussandachten und Familiengottesdienste. Weniger bekannt sind unter anderem die Andachten in St. Walburgis sowie die genannten Angebote für Familien und die JuGoLo-Gottesdienste.
Neben einer besseren Information über bestehende Angebote wurden auch Wünsche für weitere Formate geäußert. Dazu zählen Angebote für Kinder und Jugendliche, eucharistische Anbetung, Taizé-Gottesdienste, Krankensegnungsgottesdienste und Möglichkeiten zur Tauferinnerung.

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse der Befragung werden in die weitere Entwicklung der Gottesdienstordnung einfließen. Für die hohen Festtage Weihnachten und Ostern haben sich verbindliche Absprachen zwischen den Verantwortlichen bereits bewährt. Priester, Kirchenmusik, Küster, Messdiener und weitere Mitwirkende planen den Ablauf gemeinsam, damit die Gottesdienste gut vorbereitet und stimmig gestaltet werden können.
Für die Wochenenden und die Werktage wird voraussichtlich ab Sommer 2027 die neue Gottesdienstordnung eingeführt. Die Erfahrungen aus der bisherigen Erprobungsphase werden dabei berücksichtigt.
Darüber hinaus soll ein Arbeitskreis des Pfarrgemeinderates neue Ideen für moderne Gottesdienstangebote entwickeln. Erste Umsetzungen sind für 2027 geplant.

Danke für die Beteiligung

Die 280 Rückmeldungen liefern eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit. Sie zeigen, was in der Pfarrei geschätzt wird, wo Veränderungen nötig sind und welche neuen Möglichkeiten Menschen sich wünschen.
Vielen herzlichen Dank an alle, die an der Befragung teilgenommen haben.

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Befragung:

Der Fragebogen

Die Ergebnisse der Befragung

 Die Ergebnispräsentation zur Befragung

HSK (Haushaltssicherungskonzept des Bistums)

Präsentation HSK

KIS 2025/26 Kurzbericht

Aktivitäten aus dem KIS-Projekt

Die KIS-Arbeitsgruppe hat sich mehrmals getroffen und mehrere Arbeitsfelder angegangen:

Kindertagesstätten

Der Verkauf der Gebäude unserer Kindertagesstätten geht voran. Seit drei Jahren gibt es Verhandlungen mit der Kommune. Diese sind so weit geklärt. Nun durchläuft der Verkauf der Kitas (und des dazugehörigen Pfarrhauses St. Walburgis als Erweiterungsfläche) das Genehmigungsverfahren im Bischöflichen Ordinariat. Dies gestaltet sich schwierig und langwierig. Die KIS-Arbeitsgruppe hofft aber auf einen Abschluss in 2026. Der Verwaltungsrat und der Pfarrgemeinderat waren eng eingebunden in die Beratungen und haben einstimmig zugestimmt.

Jugendheim

Das Eigentum am Jugendheim ist geklärt. Der Dalberg Fonds ist eingetragener Besitzer und kümmert sich um die weitere Vermietung. Die Pfarrei wird für die (verbandliche) Jugendarbeit das Jugendheim aus Sondermitteln anmieten. Das Genehmigungsverfahren des Überlassungsvertrages mit der Genehmigungsbehörde im Bischöflichen Ordinariat gestaltet sich schwierig und dauert noch an. Somit entfällt das Jugendheim aus dem KIS-Programm als erledigt.

Gertrudishauses

Die Nutzung des Gertrudishauses ist in der Planung. Zur Hälfte muss dieses Gemeindehaus selbst finanziert werden. Dies geschieht zur Zeit mit dem Bistum als Mieter. Dies endet in absehbarer Zeit. Stattdessen wird die Region "An der Lahn" einige Räumlichkeiten anmieten. Dies ist die Regionalstelle selbst und zur Zeit die Katholische Fachstelle für Jugendarbeit. Geplant ist ebenso das Fachzentrum für Ökumene, das neu entstehen soll und für die ökumenische Arbeit im Bistum federführend da sein soll. Mietverhandlungen diesbezüglich wurden noch nicht aufgenommen. Der geplante Außen-Aufzug (auf der Rückseite) für gehbehinderte Personen wurde von der Unteren Denkmalbehörde als nicht passend abgelehnt.

St. Walburgis

Die Selbstfinanzierung oder der Verkauf der Kirche St. Walburgis wird weiter geklärt. Es gibt Interessenten für eine liturgische Nutzung. Aber die bautechnischen und bürokratischen Hürden sind so hoch, dass einfache Lösungen nicht zu finden sind. Das städtische Baurecht, wie z. B. der Nachweis von Parkplätzen, ist hier sehr schwer zu erfüllen. Falls die liturgische Nutzung durch andere kirchliche Gemeinschaften nicht organisert werden kann, wird ein Rückbau des Gebäudes durch zu findende Investoren unumgänglich.

St. Bonifatius

Die Nutzung des Gemeindehauses / Pfarrerwohnung in St. Bonifatius muss neu bedacht werden. Die geplante Schul-Service-Stelle wird wegen des HSK (Haushaltssicherheitskonzeptes des Bistums) nicht umgesetzt werden. Daher wird es mittelfristig neue Vermietungen für diese Gebäude geben müssen. Die KIS-Arbeitsgruppe ist für finanziell sichere Ideen dankbar.

Die Reparatur des Daches in St. Bonifatius ist formal keine Arbeitsmaterie der KIS-Gruppe.
Hier konnte endlich eine gangbare Lösung zur Reparatur gefunden werden, welche die Statiker, die Architekten und das Denkmalamt zufrieden stellen. Die Ausschreibungen laufen und mit dem Beginn der Reparatur-Arbeiten kann noch in 2026 gerechnet werden.

St. Markus

Der Aus- und Umbau für eine kind- und familiengerechte Liturgie und ähnliche Veranstaltungen in St. Markus ist durch eine eigene Arbeitsgruppe angegangen. Die Planungen sollen bis 2027 umgesetzt werden.

Dank an die Arbeitsgruppe

Pfr. Hofacker dankt allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe ganz herzlich für Ihre Mitarbeit in den oft langwierigen Abläufen. Für eine Profilierung der pastoralen Arbeit in unserer Pfarrei ist dies ein unersetzlicher Einsatz und vieles läuft im Verborgenen. Hier werden die Grundlagen für die Zukunft gelegt und Voraussetzungen für ein qualitätsvolles Engagement vieler garantiert.

Vergelt´s Gott!

 

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Mo., Di., Do.:  09 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr,
Fr.: 09 – 12 Uhr

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Di. 10 – 12 Uhr

St. Markus,

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Tel.: 06441 4455845
Do.: 10 – 12 Uhr

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Tel. 06441 32207
Mo.: 15 – 17 Uhr

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