Gedenken und Mahnung an Reichspogromnacht vor 80 Jahren
„Unser Gedenken an das Verbrechen des 9. November 1938 und an die Schrecken der Shoa verpflichtet uns, auch heute entschieden gegen alle Formen der Judenfeindschaft einzustehen.“ Das hat Pfarrer Wolfgang Grieb (Hermannstein), Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gießen –Wetzlar, gesagt. Und weiter: „Dass Juden und Jüdinnen in Deutschland ohne Angst leben können, gehört zu unserer christlichen Identität.“
Der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht war Anlass für die Feier eines Gedenkgottesdienstes in der Unteren Stadtkirche Wetzlar, den die Kirche in ökumenischer Verbundenheit beging: So übernahmen der baptistische Pastor Tilo Linthe für die Freikirchen, Diakon Norbert Hark für die katholische Kirche und Pfarrer Björn Heymer für die evangelische Kirche Gebete und Lesungen.
Am Fronleichnamstag feierten die Gemeinden aller vier Kirchorte das Hochamt im Rosengärtchen. Kaplan Christian Fahl konzelebrierte mit den Pfarrern Christof Forst und Peter Kollas, der ökumenische junge Chor & Band brachte unter der Leitung von Bezirkskantor Horst Christill die "Ragtime-Messe" zur Aufführung.
Am 31.01.2016 feierten die Katholiken der Stadt Wetzlar in einem feierlichen Hochamt die Gründung ihrer neuen Pfarrei "Unsere Liebe Frau". Vorausgegangen war dem ein langjähriger Prozess der Abstimmung, wie die bisher unabhängigen vier Pfarrgemeinden der Stadt Wetzlar in einer einzigen Pfarrei zusammenfinden könnten.
Unter dem Motto „eine Woche auf dem Jakobsweg" pilgerten in der ersten Herbstferienwoche 11 angehende Firmlinge auf dem Lahn-Camino von Wetzlar nach Limburg.